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Von wegen unentschieden: Jungwähler wissen, wem sie ihre Stimme geben

Von wegen unentschieden: Jungwähler wissen, wem sie ihre Stimme geben

Wer den Deutschen Bundestag wählen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Eine Voraussetzung die Nele Rathje, Anna Maria Schröder und Thore Rümper erfüllen. Die drei Abiturienten des Kreisgymnasiums Wesermünde sind gerade 18 Jahre alt geworden. Sie gehören am 24. September zu den jüngsten von 187817 Wahlberechtigten im Landkreis. Knapp 10 000 junge Cuxländer können am Sonntag erstmals einen Bundestag wählen.

Wie eine Stimmabgabe abläuft, wissen die drei Schüler vom Kreis-Gy längst. Nicht nur von der Juniorwahl, die seit Tagen im Gymnasium Wesermünde läuft und das echte Wahlgeschehen simuliert, sondern auch von der jüngsten Kommunalwahl, für die ein Mindestalter von 16 Jahren gilt.

Die drei Jungwähler fühlen sich mit 18 Jahren reif genug und gut informiert für ihre erste Bundestagswahl. Den Wahlkampf der großen und kleinen Parteien haben sie im Fernsehen, in Zeitungen und in den sozialen Netzwerken verfolgt. Zum besseren Politikverständnis trage auch das gesellschaftswissenschaftliche Profil mit den Fächern Politik und Geschichte am Kreisgymnasium Wesermünde bei, findet Thore Rümper.

Mehr Aufklärung gewünscht

Auch Anna Maria Schröder belegt den Leistungskurs. Trotzdem wünscht sie sich noch mehr Aufklärung – über die Parteien genauso wie über Fake News. Vor allem für ihre politisch weniger interessierten Altersgenossen. Fake News, vorgetäuschte Nachrichten oder Falschmeldungen, würden viele Protestwähler auf den Plan rufen, findet Anna Maria Schröder.

Kurz vor der Wahl, haben sich die drei Kreis-Gy-Abiturienten bereits entschieden. Nele Rathje aus Geestenseth will für die Grünen stimmen, „weil Umweltschutz auch für die Zukunft ein großes Thema bleibt“. Thore Rümper aus Donnern denkt nicht nur an eine Partei, sondern gleich an seine Wunsch-Koalition. Er will seine beiden Stimmen aufteilen. „Ich glaube, dass uns eine schwarz-grüne Koalition am weitesten nach vorne bringen kann.“ Anna Maria Schröder setzt am Sonntag auf die CDU. „Ich vertraue Angela Merkel und bin auch nicht der Ansicht, dass sie mit ihrer Flüchtlingspolitik gescheitert ist.“

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