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Rund 200 Wahlhelfer sind in Nordenham im Einsatz.

Rund 200 Wahlhelfer sind in Nordenham im Einsatz.

Von Laura Nobel

Rund 200 Wahlhelfer sind am morgigen Sonntag in den Wahllokalen der Stadt Nordenham im Einsatz. Sie prüfen die Wahlberechtigung, geben Stimmzettel heraus, überwachen das Geschehen und zählen die Stimmen aus. Ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen wäre eine demokratische Wahl wie die des Bundestags nicht möglich. Einer von ihnen ist Frank Guhse. Die Kreiszeitung hat mit ihm über seine Tätigkeit als Wahlhelfer gesprochen.

Frank Guhse hat 30 Jahre lang bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt gearbeitet. „Diejenigen, die bei der Stadt arbeiten, werden als Wahlhelfer eingesetzt“, berichtet er. Seit 14 Jahren ist der Nordenhamer im Ruhestand. Als Wahlhelfer ist er immer noch tätig. „Als Rentner hat man ja Zeit, da kann man das ruhig machen“, meint Frank Guhse.

Je Wahllokal sind immer acht Personen als Helfer eingeteilt: Zwei Wahlvorsteher, zwei Schriftführer und vier Beisitzer. Frank Guhse ist stellvertretender Wahlvorsteher in einem Wahllokal in der Südschule. Der Wahlbezirk hat über 1000 Wahlberechtigte. „Da haben wir immer eine gute Wahlbeteiligung von etwa 60 bis 70 Prozent“, sagt Frank Guhse.

Zwei Schichten

Der Tag der Wahl beginnt für die Wahlhelfer um 7.30 Uhr. „Im Vorfeld werden die Zeiten telefonisch eingeteilt. Es müssen immer vier Leute im Wahllokal sein. Deshalb machen wir zwei Schichten – die einen kommen vormittags, die anderen nachmittags“, erklärt Frank Guhse. Er übernimmt am liebsten die Nachmittagsschicht. Zur Auszählung der Stimmen müssen alle Wahlhelfer wieder anwesend sein.

Die Wahllokale haben jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bevor es losgeht, muss ein Teammitglied den Koffer mit den Wahlunterlagen aus dem Rathaus abholen. „Die Wahlkabinen stellt der Hausmeister im Vorfeld auf“, berichtet Frank Guhse.

Wenn die Wähler kommen, nehmen die Helfer die Wahlkarten entgegen, haken die Person im Wählerverzeichnis ab, geben die Stimmzettel heraus und überwachen den korrekten Ablauf.
„Hin und wieder passiert es, dass jemand einen Bekannten mit in die Wahlkabine nehmen will – das geht natürlich nicht“, betont der Wahlvorsteher. Schließlich müsse das Wahlgeheimnis bewahrt werden.

„Ab und zu irrt sich auch jemand im Wahllokal“

Manchmal komme es auch vor, dass jemand seine Wahlkarte vergessen oder verloren hat. „Das ist nicht schlimm, solange man seinen Personalausweis dabei hat“, erklärt Frank Guhse.
„Ab und zu irrt sich auch jemand im Wahllokal. Den müssen wir dann wegschicken. Nur wer bei uns im Wählerverzeichnis steht, kann auch bei uns seine Stimme abgeben.“

Besonders gut an dem Amt als Wahlhelfer gefällt Frank Guhse der Kontakt zu den Menschen. „Man trifft im Wahllokal viele Leute wieder, die man lange nicht gesehen hat.“
Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Dann beginnt das Auszählen der Stimmen. „Da schieben wir alle Tische zusammen und leeren die Urnen aus. Dann sortieren wir die Stimmen nach Parteien“, erläutert Frank Guhse das Prozedere. Ungültige Stimmzettel werden aussortiert, etwa wenn zu viele Kreuze gemacht werden. Der Wille des Wählers müsse eindeutig erkennbar sein. „Es sind auch immer wieder Stimmzettel dabei, durch die einfach ein Strich gezogen wurden“, erzählt der Rentner.

Die Stimmen werden mehrmals von verschiedenen Personen gezählt. Gegenseitige Kontrolle sei wichtig, betont Frank Guhse. Der Schriftführer hält in einem Protokoll fest, welche Partei wie viele Stimmen erhalten hat und wie viele Bürger gewählt haben. Am Ende werden die Unterlagen wieder zurück in den Koffer gepackt und zurück ins Rathaus gebracht. Dort werden die Daten dann weitergegeben.

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