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Jetzt wissen die Wähler mehr: Podiumsdiskussion mit Quizcharakter

Jetzt wissen die Wähler mehr: Podiumsdiskussion mit Quizcharakter

Politik kann unterhaltsam sein. Den Beweis hat die NORDSEE-ZEITUNG mit ihrem neuen Format „WWW – WÄHLER WOLLEN WISSEN“ am Montag im Forum des Niedersächsischen Internatsgymnasiums in Bad Bederkesa angetreten.

Wie ein Showmaster, aber mit Augenzwinkern, schritt der Moderator und Leiter der Landredaktion, Christian Döscher, unter dem Applaus der rund 140 Zuschauer die Treppe herab. Fünf Videos, in denen die Bundestagskandidaten aus dem Blickwinkel enger Vertrauter gezeichnet wurden, stimmten auf einen interessanten Abend mit Enak Ferlemann (CDU), Susanne Puvogel (SPD), Marcel Duda (Grüne), Marco Rützel (FDP) und Peter Würdig (AfD) ein. Der Kandidatin der Linken, Nadije Memedi, hatte das Format missfallen. Sie wollte nicht an einer „Game-Show“ teilnehmen und sagte ab. Den Zuschauern gefiel die Veranstaltung zur Bundestagswahl, die auch Quiz-Elemente enthielt.

Kandidaten bewiesen, wie gut sich sie im Cuxland auskennen

Im Quiz zeigten die Kandidaten, dass sie sich gut im Cuxland und im Wahl-Reglement auskennen. Stand jemand mal auf dem Schlauch, besann er sich auf die Strategien aus eigener Schulzeit und versuchte, sich sachte an die richtige Antwort zu tasten. Alle hatten gleiche Chancen. Wer mit seiner Antwort richtig lag, konnte ein politisches Ziel seiner Wahl eine Minute lang vorstellen. Dabei merkte man manchmal, wie lang eine Minute sein kann.

Anschließend kamen die Mitbewerber eine halbe Minute lang zum selben Thema zu Wort. In der Abschlussrunde stellten die Zuschauer ihre Fragen auf Bierdeckeln. Positionen zu den Themen innere Sicherheit, Dieselkrise, Energiepolitik, Rente, Bildung, Lohngerechtigkeit für Frauen, Förderung des Ehrenamts, Digitalisierung und Gesundheitsvorsorge auf dem Land wurden auf unterhaltsame Art deutlich.

Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Cuxland betrachtet beispielsweise FDP-Kandidat Rützel als Entwicklungsgebiet. Ein Bus morgens im Schülerverkehr, der mittags ins Dorf zurückfährt, wie das mancherorts der Fall sei, reiche nicht. Ferlemann (CDU) erwiderte, der Bund fördere die Länder auf diesem Gebiet und das Cuxland tue viel für die Mobilität – mit Sammeltaxis zum Beispiel. Puvogel (SPD) sieht’s ähnlich und findet ÖPNV auf dem Land so wichtig wie Duda (Grüne) mit Blick auf den demografischen Wandel. Würdig (AfD) glaubt hingegen, die Zukunft gehöre dem selbstfahrenden Auto.